Lospech verhindert vorderen Platz für Fabian Reiner!

Nach nur zwei Kämpfen waren für Fabian Reiner die deutschen Meisterschaften im hessischen Niedernberg schon wieder vorbei.

Er zählte in der mit 23 Ringern besetzen griechisch-römisch-Klasse bis 66 kg zu den aussichtsreichsten Bewerbern, aber das Los brachte die Rangliste kräftig durcheinander. Im oberen Teilnehmerfeld trafen alle Favoriten aufeinander und warfen sich gegenseitig aus dem Rennen, während in der unteren Listenhälfte schwächere Ringer bis ins Finale vordrangen. So gewann der von Fabian Reiner im letzten Jahr zweimal geschlagene Benninger Fabian Fritz die Silbermedaille.

Fabian Reiner hatte im ersten Kampf gegen Kevin Bredy aus Spiesen-Elversberg keine Mühe. Nach einem hohen 8:0 in der ersten Runde legte er den Saarländer nach erneuter klarer Führung im zweiten Durchgang auf die Schultern. Dann folgte im nächsten Kampf aber mit dem Bronzegewinner des Vorjahres Timo Badusch schon ein Topfavorit. Fabian Reiner lieferte ihm einen engagierten Kampf und forderte alles ab, jedoch der Sieg blieb ihm verwehrt. Die erste Runde gewann der Köllerbacher mit 4:0 Punkten nach dem Kampfverlauf zu hoch, denn ein Faller ausserhalb der Kampfzone wurde ihm strittig als Dreier gutgeschrieben. Fabian Reiner glich den Rückstand mit einem sauberen Untergriff in der zweiten Runde, er ihm drei Punkte einbrachte, wieder aus. Die alles entscheidende dritte Runde geriet Fabian Reiner durch eine eigene Aktion in Rückstand. Als ihn sein Gegner ins Aus drängte, versuchte er mit einer eigenen Aktion zu kontern und wurde dabei abgefangen. Sein Versuch, in der angeordneten Bodenlage keine Zeit zu verlieren und schnell aufzustehen, nutzte der clevere Gegner zu einem Fünferwurf und hatte die Partie damit zu seinen Gunsten entschieden. Die Hoffnung, dass Badusch einen „Durchmarsch“ nach vorne gelingen würde und Fabian Reiner damit in die Hoffnungsrunde käme, erfüllte sich nicht. Schon im nächsten Kampf verlor der Köllerbacher gegen den späteren Goldgewinner Frank Stäbler und Fabian Reiner war auf dem 9. Platz aus dem Rennen.