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Licht und Schatten beim KSV Tennenbronn in der Saison 2010

Einen Platz im Mittelfeld hat KSV-Trainer Matthias Brenn zu Beginn der Runde als Ziel für die erste Mannschaft genannt. Mit dem vierten Tabellenplatz wurde diese Prognose nicht nur erreicht, man konnte auch den drei Spitzenteams Waldkirch-Kollnau, Hofstetten und Furtwangen ordentlich Paroli bieten.

Einige verletzungsbedingte Ausfälle und Lücken in den oberen Gewichtsklassen vereitelten jedoch hier den finalen Erfolg. Mit 17 Siegen in 18 Kämpfen, und das meistens mit vollen Vierern, war Timo-Marcel Nagel der erfolgreichste Punktesammler im KSV-Team. Er war einer von sechs Stammringern, die erst zwanzig Jahre oder jünger sind. Fabian Reiner bildete mit Timo-Marcel Nagel ein Duo bis 74 kg, das manche Aufholjagd erfolgreich abschloss. Leider blieb Reiner nicht von Verletzung verschont, konnte aber durch den 18-jährigen Neuzugang Albert Qorraj zuverlässig ersetzt werden. Mit erst 17 Jahren hatte Luca Lehmann in der starken Freistilklasse bis 66 kg eine positive Bilanz und gewann 10 von 17 bestrittenen Kämpfen. Sein offensiver und wendiger Kampfstil begeisterte die Tennenbronner Fans. An der Spitze der Publikumsgunst lag Adrian Stockburger und der 17-jährige wurde am letzten Kampftag mit deutlichem Vorsprung zum „Ringer des Jahres“ gewählt. In 18 Kämpfen ging er 16 Mal als Sieger von der Matte und bei seinen beiden Niederlagen forderte er die Gegner fünf Runden lang. Als „Senior“ in der Mannschaft spielte Alexander Fichter eine beispielhafte Rolle und war seinen jungen Teamkameraden ein Vorbild an Flexibilität, Fleiß und Siegeswillen. In der Abschlusstabelle hat sich Tennenbronn I gegenüber dem Vorjahr um einen Platz verbessert und die Punktebilanz ist mit 22:14 gegenüber 18:18 sogar deutlich positiver ausgefallen.

Die Abschlusstabelle der Oberliga Südbaden:

1 RG Waldkirch-Kollnau 34 : 2
2 KSV Hofstetten 32 : 4
3 KSK Furtwangen 29 : 7
4 KSV Tennenbronn 22 : 14
5 TuS Adelhausen II 18 : 18
6 RG Hausen-Zell II 18 : 18
7 KSV Haslach i.K 8 : 28
8 RKG Freiburg 2000 II 8 : 28
9 SG Eichen-Rümmingen 7 : 29
10 TSV Kandern 4 : 32

 

 

 

 

 

 

 

 

Der „Ringer des Jahres“ Adrian Stockburger

Tennenbronn II muss den Abstieg in die Bezirksliga antreten,
Tennenbronn III schafft den Klassenerhalt

Dass der Klassenerhalt in der enorm starken Verbandsliga schwer wird, hat auch Matthias Brenn vor der Runde gewusst. Dass die KSV-Reserve so unter die Räder gerät und gänzlich ohne Sieg bleibt, überstieg dann doch die Befürchtungen. Ein frühzeitiger Ausfall von Stammringern wie Lars Nagel und Felix Lehmann konnte nicht kompensiert werden. Das schlug auch auf die Motivation nieder und es war Woche für Woche schwer, überhaupt eine Mannschaft zu bilden. Die früher zugkräftige Reserve kämpfte zunehmend vor leeren Rängen und ist froh, nun den schweren Abstiegsweg hinter sich zu haben.


Die dritte Mannschaft hatte einen guten Start, litt aber zunehmend auch an der Personalmisere der Zweiten. So konnte der 3. Platz des Vorjahres nicht mehr verteidigt werden und mit 14 : 22 Punkten rutschte die Mannschaft auf den 8. Tabellenplatz ab.

Mit der Entwicklung der ersten Mannschaft zeigt sich Trainer Mathias Brenn sehr zufrieden. „Wir sind auf einem guten Weg und werden mit unseren jungen Ringern immer stärker. Schon jetzt konnten wir jede Oberligamannschaft gefährden und wollen das in Zukunft auch umsetzen.“ Zu Diskussionen wird jedoch die Entsendung von zwei weiteren Aktivenmannschaften führen. „Es ist mühsam und frustrierend, jede Woche „Ringer von der Straße“ zu suchen, die man im Training nicht sieht. Der Wettbewerb um einen Platz in der Mannschaft motiviert im Allgemeinen mehr zum Trainingsfleiß“. Am bewährten Grundsatz, lieber in den eigenen Nachwuchs zu investieren als in fremde Ringer, will der KSV Tennenbronn nicht rütteln. Dass dieser Weg erfolgreich begangen werden kann, zeigen herausragende Erfolge im Schülerbereich.