Wie nie zuvor verstärkten sich 1995 die Ligakonkurrenten der 1. Mannschaft durch gekaufte Ringer.

 

Der KSV beteiligte sich weiterhin nicht an dieser nie endenden Spirale und wurde schon zu Beginn der Mannschaftsrunde als Abstiegskandidat gehandelt.

Mit nur einem Sieg traf diese Prognose am Ende auch ein und nach über 20 Jahren in höheren Klassen mußte Tennenbronn 1996 in der Verbandsliga starten. Jedoch nicht nur die Ringer, auch die Fans hielten ihrem Verein die Treue.

Überlegen wurde die Mannschaft Meister und kehrte damit wieder in die Oberliga zurück. 1999 erreichte sie dort mit dem 4. Tabellenplatz ihr bestes Ergebnis. Die 2. Mannschaft schaffte im gleichen Jahr den Aufstieg in die Verbandsliga und die Schülermannschaft in die südbadische Jugendliga. Die 3. Mannschaft wurde Vizemeister der A-Klasse. Alle drei Aktivenmannschaften wurden von Ringern gebildet, die mit einer Ausnahme aus der eigenen Talentschmiede entstanden sind und zu mehr als 50 Prozent jünger als 21 Jahre waren. In den beschriebenen Jahren qualifizierten sich 17 verschiedene Jugendringer des KSV für die deutschen Meisterschaften. Medaillenränge wurden mehrmals knapp verfehlt, erst 1999 konnte Frank Fichter mit der Silbermedaille bei der A-Jugend wieder Edelmetall nach Hause bringen. Bambinis, Schüler, Jugend, Aktive und mehrere Freizeitsportgruppen des KSV fordern tägliche Trainingsmöglichkeiten. Zwei leerstehende Klassenzimmer in einem Containerbau bei der Schule standen dem Verein neben der vielfach belegten Sorthalle seit Mitte der 80er Jahre als Notlösung zur Verfügung. Als sie baufällig wurden und zudem einem Kleinspielfeld weichen mußten, konnte die Gemeinde aus finanziellen Gründen keinen Ersatz anbieten. Deshalb entschloß sich der KSV zum größten Projekt seiner Vereinsgeschichte, dem Neubau einer vereinseigenen Trainingshalle. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 335.000 Mark. Engagement und Idealismus waren gefragt, um diese Belastung aufnehmen zu können. Ein Spendenaufruf brachte über 78.000 Mark zusammen, bei einer Holzsammelaktion wurden 169 Festmeter zusammen getragen. Größte Bedenken hatte der Verein, ob der Zuschußantrag beim Badischen Sportbund positiv entschieden würde, denn auch dort war die finanzielle Lage alles andere als rosig. Als die Zusage nach langer Zeit doch noch kam fielden Verantwortlichen ein großer Stein vom Herzen, denn immerhin ging es um 67.000 Mark. Am 13. Juni 1997 wurde der erste Spatenstich gemeinsam von der KSV-Vorsitzenden Elvira Schubert und Bürgermeister Christof Dold vollzogen. Das gemeinsame Projekt fördete den Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Verein enorm. Rund 150 Helfer leisteten über 6.000 unentgeltliche Arbeitsstunden. Schon im Frühjahr 1998 wurde die Ringerhalle erstmals benutzt und nach Abschluß der Aussenarbeiten fand am 12. September 1998 die offizielle Einweihungsfeier statt. Nicht nur die Aktivitäten des KSV konnten in der neuen Halle erweitert werden, auch für überregionale Lehrgänge und Stützpunkttraining wird sie seither gerne in Anspruch genommen.