Die Aktivenmannschaften des KSV Tennenbronn erreichen die Zielvorgabe

Die Personaldecke des KSV Tennenbronn reichte auch 2009 aus, um drei Männer-Mannschaften in eine neue Ringersaison zu senden. Sie war aber auch so dünn, dass mehrmals entstandene Lücken nicht geschlossen werden konnten. Ausfälle durch Verletzungen und vermehrt auch durch berufliche oder schulische Anforderungen machten das Aufstellen oft nicht leicht. Dennoch ist der Verein mit dem Erreichten und mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden.

 


Die vorhergehende Einschätzung von Trainer Matthias Brenn über eine sehr ausgeglichene und vor allem aber qualitativ äußerst hochwertige Oberliga 2009 traf voll ein. Außer dem Überflieger Triberg und dem Schlusslicht Wollmatingen besiegten sich die Mannschaften Woche für Woche gegenseitig. Tennenbronn I fing sich nach einem holprigen Start zur Mitte der Saison und konnte auch knappe Kämpfe für sich entscheiden. Eine nochmalige Schwächephase zum Rückrundenbeginn wurde mit einem tollen Spurt wieder wett gemacht und vor dem vorletzten Kampftag bestand sogar noch Aussicht auf die Vizemeisterschaft. Zwei knappe Niederlagen zum Schluss und eine Begünstigung der Verfolger durch schwächste Aufstellungen der Bundesligareserven aus Freiburg und Adelhausen reichten dann doch nur zum 5. Platz. Das Ziel, einen Platz in der vorderen Tabellenhälfte zu belegen, war noch geschafft. Allerdings mutete der KSV seinen Fans zu Hause ungewohnt viele Niederlagen zu und holte mehr Punkte auswärts. Erstmals wurden auch alle vier Derbys gegen Furtwangen und Triberg verloren.  

Mit Luca Lehmann und Benjamin Nagel haben zwei Nachwuchsringer aus den eigenen Reihen auf sich aufmerksam gemacht. Während Luca Lehmann schon tolle Erfolge einstreichen konnte, war Benjamin Nagel mit gerade gut 50 Kilo Gewicht noch überfordert. Seine Ansätze lassen den KSV für 2010 aber wieder auf einen starken Papiergewichtler hoffen. Rückkehrer Bernd King war bis 84 kg griechisch-römisch eine verlässliche Größe, zwang allerdings den vorherigen „Stellen-Inhaber“ Alexander Fichter zum Stilartwechsel. Der 28-jährige meisterte diese neue Herausforderung geradezu unglaublich gut. Zum „Ringer des Jahres“ kürten die Fans beim letzten Heimkampf jedoch Fabian Reiner, stimmengleich gefolgt von Felix und Luca Lehmann. Der gerade 20-jährige Fabian Reiner erhielt den Pokal nun bereits zum dritten Mal. „Mir hat die Runde unheimlich viel Spaß gemacht und auch 2010 ist der KSV Tennenbronn bei meiner Vereinswahl großer Favorit“, bestätigte Fabian Reiner schon einmal.

Die Abschlusstabelle der Oberliga Südbaden:

1    SV Triberg    36    :    0
2    RG Hausen-Zell II    24    :    12
3    RG Waldkirch-Kollnau    20    :    16
4    KSK Furtwangen    19    :    17
5    KSV Tennenbronn    18    :    18
6    KSV Haslach i.K.    16    :    20
7    TuS Adelhausen II    16    :    20
8    RKG Freiburg 2000 II    16    :    20
9    SG Eichen-Rümmingen    11    :    25
10    KSV Wollmatingen     4    :    32

Ringer des Jahres
Der „Ringer des Jahres“ Fabian Reiner dankte den Fans für ihre Unterstützung in der Runde 2009. Links daneben die zusammen Zweitplatzierten Luca und Felix Lehmann.

Tennenbronn II schafft den Klassenerhalt in der Verbandsliga

Zu Beginn der Runde hat auch die zweite Mannschaft des KSV mit einem Platz in der vorderen Tabellenhälfte spekuliert. Dass sie dazu in Bestbesetzung in der Lage gewesen wäre, zeigen ein paar achtbaren Ergebnisse, die vermeintliche Favoriten in arge Bedrängnis brachten. Die Personalausfälle waren aber so gravierend, dass zwischenzeitlich Abstiegssorgen entstanden und sogar die Abmeldung der Mannschaft für das nächste Jahr diskutiert wurde. Der Abstieg konnte nach vielen schweren Kämpfen vermieden und ein hartes Jahr unbeschadet überstanden werden. An der Zugehörigkeit zur Verbandsliga wird nun weiterhin festgehalten, um jungen Ringern echte Herausforderungen zu ermöglichen, die sie für ihre Entwicklung für „die Erste“ brauchen. Viele erste Mannschaften halten das Niveau dieser Liga sehr hoch.

Die Abschlusstabelle der Verbandsliga:

1    TSV Kandern     33    :    3
2    RSV Schuttertal    31    :    5
3    KSV Appenweier     27    :    9
4    RG Lahr    23    :    13
5    SV Eschbach     21    :    15
6    VfK Mühlenbach II    18    :    18
7    KSV Tennenbronn II     12    :    24
8    KSV Hofstetten II    9    :    27
9    ASV Altenheim     6    :    30
10    SA Gries     0    :    36


Tennenbronn III wird Tabellendritter

Wie im Aufstiegsjahr 2008, so hat auch in diesem Jahr die dritte Mannschaft ihr Soll absolut erfüllt und sich in der Spitzengruppe der Bezirksklasse etabliert. Sie bot jungen Ringern die Chance, sich im „Männerbereich“ zu beweisen und älteren Routiniers die Möglichkeit, ihren Sport noch weiter im Wettkampf auszuüben.

Die Abschlusstabelle der Bezirksklasse

1    ASV Tuttlingen I    34    :    2
2    KSV Allensbach I    25    :    12
3    KSV Tennenbronn III    23    :    13
4    AV Hardt II    20    :    16
5    VfL Mühlheim I    19    :    17
6    AV Schwenningen I    16    :    20
7    AB Aichhalden III     12    :    24
8    KSV Taisersdorf III    12    :    24
9    AV Sulgen II    12    :    24
10    AB Wurmlingen I    9    :    27


„Im gesamten bin ich mit dem Abschneiden unserer Aktivenmannschaften in der laufenden Saison recht zufrieden“, bestätigt Trainer Matthias Brenn. „Wir hatten fast jedes Wochenende einen neuen Spitzenkampf, bei dem Sieg und Niederlage ganz eng beisammen lagen. Kleinste Schwächen wirkten sich oft entscheidend aus, was für unheimlich viel Spannung sorgte. Erste und vorrangige Aufgabe für das neue Jahr ist, die Leistungsträger zu halten, Schwachstellen im Team durch die Ausbildung von eigenem Nachwuchs zu schließen und evtl. neue Sportler zu gewinnen. Am eingeschlagenen Weg des KSV Tennenbronn, dass keine Ringer bezahlt werden, wird aber nicht gerüttelt“. Matthias Brenn selbst hat dem KSV bereits ein weiteres Trainerjahr zugesagt.