Eines der wenigen Turniere im griechisch-römischen Stil ist der Römercup des ASV Ladenburg, der am vergangenen Samstag und Sonntag zum 24. Mal ausgetragen wurde. Neben den besten Ringern aus Deutschland ging auch wieder zahlreiche internationale Konkurrenz an den Start - insgesamt waren es diesmal 382 Teilnehmer aus 85 Vereinen. Der KSV Tennenbronn schickte sechs Nachwuchsringer ins Rennen, davon kamen drei auf Medaillenränge und belegten den 12. Platz in der Mannschaftswertung.

Die Teilnehmer aus Tennenbronn in Heddesheim mit Ihrem Betreuer Fabian Reiner.

Am eindrucksvollsten beherrschte Leon Schetterer seine Gewichtsklasse bis 42 kg der B-Jugend. Seine drei Poolgegner sowie auch den Berliner Sean Knauerhase im Finale schickte er auf die Schultern geschlagen von der Matte, ohne selbst auch nur einen Punkt abzugeben. Bis 50 kg hatte Julian Götz ebenfalls gute Medaillenchancen, musste aber mit dem enttäuschenden 5. Rang vorlieb nehmen. Im Pool schlug er neben zwei anderen Konkurrenten auch den Favoriten und späteren Goldgewinner Calvin Keil aus Lahr mit 8:3 Punkten. Dazu kam aber eine 0:6-Niederlage gegen Louis Lay aus Nieder-Liebersbach und nachdem alle drei Poolbesten mit einer Niederlage belastet waren entschied das Punkteverhältnis, dass Julian im Finale nur um Platz 5 kämpfen konnte. Hier wurde er Schultersieger gegen Nils Neumann aus Riegelsberg. Als weiterer B-Jugendringer war Thomas Eckhardt in der untersten Gewichtsklasse bis 38 kg im Nachteil, dass er mit nur gut 34 kg Körpergewicht körperlich nicht mithalten konnte. So konnte er in vier Kämpfen nur einen Sieg einfahren und landete auf dem 6. Rang.  
Bei den Kadetten waren Georgios Scarpello und Jakob Moosmann in der gleichen Gewichtsklasse bis 46 kg am Start. Hier waren insgesamt nur vier Ringer vertreten und die beiden Tennenbronner beherrschten das kleine Feld sicher und holten Gold und Silber. Im gegenseitigen Vergleich war  Georgios mit einem Überlegenheitssieg erwartet der Stärkere. Bis 63 kg zog Lukas Brenn das denkbar härteste Los und musste in den beiden ersten Kämpfen gegen die stärksten Poolgegner antreten. In beiden Fällen zog er den kürzeren und schied damit ohne Sieg aus.

19. Ladies Open / Bertha Benz-Turnier

Zeitgleich gingen in Heddesheim auch 114 Ringerinnen aus 43 Vereinen auf die Matten. Dabei bewies die Tennenbronnerin Sina Moosmann ihre Klasse mit der Silbermedaille in der Klasse bis 56 kg der weiblichen Jugend eindrucksvoll. In drei Poolkämpfen erreichte sie drei Schultersiege und stand damit im Finale gegen die deutsche Meisterin von 2016 Hanna Frotscher aus Schaafheim. Diese schnappte ihr die Goldmedaille mit einem knappen 3:0-Sieg weg.