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Kampftag 13.10.2017
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Regionalliga

KSV Tennenbronn I - AB Aichhalden I 17 : 13

Verbandsliga

KSV Tennenbronn II - KSV Vörstetten I 8 : 26



Diesmal durfte der KSV Tennenbronn jubeln! Im dritten Lokalderby innerhalb von zehn Tagen blieb die Mannschaft vor einer Rekordkulisse Sieger über den AB Aichhalden. "Jeder kann jeden schlagen", ist das Fazit aus den Regionalliga-Duellen, nachdem Sulgen gegen Tennenbronn, Aichhalden gegen Sulgen und nun Tennenbronn gegen Aichhalden gewonnen hat. Die Fans aus der Region erlebten leidenschaftliche Kämpfe und waren auch alle einmal auf der Siegerseite, so dass bei aller Rivalität die Fairness stets erhalten blieb.

Ihr seid Wahnsinn! Florian Neumaier bedankt sich bei den Ringkampffans für das riesige  Interesse und die großartige Unterstützung.


Nicht unerwartet stellte sich Aichhaldens "Oldie" Uwe Schullian gegen den 14-jährigen Wirbler Mathias Schondelmaier zum Kampf. "Fünfzig zu fünfzig" beurteilte Schullian selbst seine Chancen - "auf jeden Fall keinen Vierer für Tennenbronn". Ähnlich mag auch Mathias Schondelmaier gedacht haben, denn er vermied großes Risiko und war mit seinem knappen Punktsieg durch drei Einserwertungen hoch zufrieden. Dimitar Kumchev traf in Constantin Hutuleac einmal mehr einen extrem starken Greco-Ringer, dem er am Boden nicht standhalten konnte. Der Aichhalder Schwergewichtler erzielte mit Durchdrehern seinen klaren Vorsprung und Dimitar war froh, dass er am Ende noch einen Punkt retten konnte. Ziemlich hart zur Sache gingen Peter Lehmann und Radostin Shindov und der Aichhalder musste dafür zwei Strafpunkte einstecken. Es waren allerdings die einzigen auf den Konto von Peter Lehmann. Auch er war in der Bodenlage nicht stabil genug und eine Armverletzung beeinträchtigte seine Abwehr zunehmend, so dass Shindov dreissig Sekunden vor Kampfende Überlegenheitssieger wurde. Zweieinhalb Minuten lang passierte nichts zwischen Miroslav Geshev und Andreas Trost. Dann kam der erste blitzartige Beingriff des Tennenbronners, und der wiederholte sich bis zum Ende noch mehrfach. Am Ende fehlte Geshev nur ein einziger Punkt zum Vierer. Aichhaldens Stefan Brugger klammerte David Brenn anfänglich erfolgreich und machte die ersten Punkte. Geplagt von Beinkrämpfen konnte er den agilen KSV-Ringer nicht dauerhaft bremsen und geriet immer mehr unter Druck. In der zweiten Kampfhälfte bestimmte David Brenn eindeutig das Geschehen und wurde verdienter Punktsieger.


Zur Pause führte Aichhalden noch knapp mit 7: 6 Punkten und dieser Abstand blieb erhalten nach zwei folgenden wechselseitigen Vierern. Auf Tennenbronner Seite war Florian Neumaier eine Nummer zu groß für Roman Brüstle und umgekehrt machte Lorenz Brüstle kurzen Prozess mit Matteo Lehmann. Danach erhöhte Aichhalden auf drei Punkte Vorsprung durch einen 6 : 0-Punktsieg von Frank Schwab gegen Jonas Schondelmaier. Auf Angriff setzte Timo-Marcel Nagel gegen den versierten Daniel Eberhardt und kam mit schnellen Beinangriffen wiederholt zum Erfolg. Sein glattes 9 : 0 brachte den Ausgleich für Tennenbronn und die Propheten bekamen Recht, dass der letzte Kampf entscheiden würde. Den Joker dafür hatte Tennenbronn mit Fabian Reiner. Er führte bereits mit zehn Punkten, als Christian Bantle ein kurzer Achtungserfolg mit zwei Zweiern gelang. Nur wenige Augenblicke später beendete ein satter Hüftschwung von Fabian Reiner den Kampf und der Derbysieg wurde frenetisch bejubelt und gefeiert. Die Übersicht, Tennenbronn zuerst genannt:


57 F Mathias Schondelmaier – Uwe Schullian 1 : 0 (PS 3 : 1)

61 G Peter Lehmann - Radostin Shindov 0 : 4 (PS 2 : 18)

66 F David Brenn - Stefan Brugger 2 : 0 (PS 8 : 3)

71 G Matteo Lehmann - Lorenz Brüstle 0 : 4 (SS)

75 F Timo-Marcel Nagel - Daniel Eberhardt 3 : 0 (PS 9 : 0)

75 G Fabian Reiner - Christian Bantle 4 : 0 (SS)

80 F Jonas Schondelmaier - Frank Schwab 0 : 2 (PS 0 : 6)

86 G Florian Neumaier - Roman Brüstle 4 : 0 (PS 16 : 0)

98 F Miroslav Geshev - Andreas Trost 3 : 0 (PS 14 : 0)

130 G Dimitar Kumchev - Constantin Hutuleac 0 : 3 (PS 0 : 13)



Stimmen zum Kampf:


Mathias Brenn, Trainer KSV Tennenbronn: Es war ein packendes Derby, wir haben tolle Ringer und tolle Fans gesehen. Dass wir gewonnen haben ist natürlich schön - aber der wahre Sieger ist der Ringkampf in unserer Gegend und dazu leisten alle Vereine ihren Beitrag.


Lorenz Kopp, Trainer AB Aichhalden: Das Ergebnis ist okay, wir haben einen Kampf zu wenig gewonnen. Die größten Hoffnungen dafür hatte ich bis 66 kg, aber Stefan Brugger konnte David Brenn nicht aufhalten.


Jürgen Götz, Mathias Brenn (Vorstand bzw. Trainer KSV Tennenbronn) und Lorenz Kopp (Trainer AB Aichhalden) analysieren gemeinsam den Kampfverlauf


Verbandsliga

KSV Tennenbronn II - KSV Vörstetten I 8 : 26


Tennenbronns Reserve hat sich mit der Tatsache arrangiert, dass sie in der Verbandsliga nicht konkurrenzfähig ist. Das bedeutet nicht, dass der Ehrgeiz der Ringer abhanden gekommen ist, ihre Einzelkämpfe zu gewinnen. Völlig verständlich war an diesem Abend Georgios Scarpello stinksauer, dass sein großartiger Kampf gegen Leon Treffeisen mit einer Niederlage statt dem verdienten Sieg endete. Er und viele Zuschauer sahen dafür die Schuld beim Kampfrichter. Unstrittig stärker als ihre waren Daniel Herrmann und Thorsten Götz und holten Schultersiege für Tennenbronn. Die Überlegenheit von Selimchan Jangubaev musste Tennenbronns Nachwuchstalent Robin Moosmann anerkennen und konnte eine Schulterniederlage nicht vermeiden. Hans-Ulrich Leusmann und Raphael Nagel hielten ihre Niederlagen mit viel Einsatz in Grenzen. Die Übersicht, Tennenbronn zuerst genannt:


57 F Georgios Scarpello – Leon Treffeisen 0 : 1 (PS 4 : 5)

61 G Daniel Herrmann - Denny Hanemann 4 : 0 (SS)

66 F Robin Moosmann - Selimchan Jangubaev 0 : 4 (SS)

71 G kein Ringer - Enrico Maier 0 : 4

75 F Hans-Ulrich Leusmann - Fabian Moritz 0 : 2 (PS 4 : 11)

75 G Raphael Nagel - Alexander Truschakov 0 : 3 (PS 3 : 13)

80 F Thorsten Götz - Manuel Mack 4 : 0 (SS)

86 G Frederik Mrokon - Michael Loyal 0 : 4 (SS)

98 F Dominik Pfeifer - Manuel Fehrenbach 0 : 4 (SS)

130 G Volker Faißt - Pavel-Daniel Burla 0 : 4 (PS 0 : 15)