Beitragsseiten
Silber und Bronze für KSV Tennenbronn bei den deutschen Juniorenmeisterschaften im Freistil
Weitere Bilder
Alle Seiten

Am Ende verblieben nur noch zwei Tennenbronner Teilnehmer bei den deutschen Juniorenmeisterschaften, nachdem Jonas Schondelmaier seinen Start kurzfristig absagen musste. Sina Moosmann und David Brenn vertraten den KSV vom 16.-18. März in Bad Kreuznach dafür äußerst erfolgreich und bewiesen, dass sie zur Spitzenklasse des deutschen Ringernachwuchses gehören.

David Brenn und Sina Moosmann holten Bronze und Silber bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Bad Kreuznach



Beide sind neu in der Juniorenklasse aufgerückt und müssen sich teilweise mit zwei Jahre älteren Gegnern messen. Ihr Normalgewicht haben sie eigens für diesen Einsatz kräftig reduziert, um ihre Chancen in der niedrigeren Gewichtsklasse zu suchen. Sina Moosmann war für die Klasse bis 57 kg gemeldet, startete aber am Freitag dann bis 53 kg. Hier traf sie zuerst auf Cheyenne Jilke aus dem württembergischen Remseck und löste diese Aufgabe souverän mit einem Schultersieg. Wie nah Erfolg und Misserfolg oft beieinander liegen, musste Sina anschließend selbst erfahren. Gegen Angelina Purschke aus Warnemünde, die Schwester ihrer letztjährigen Bezwingerin, lag sie zur Pause mit 4:0 in Führung. Ein Armzug der Gegnerin beendete jedoch die berechtigten Siegeshoffnungen und führten zur eigenen Schulterniederlage. Trotzdem behielt Sina Moosmann die Konzentration und gewann in einem tollen Kampf gegen die hoch gehandelte Jenny Hast aus Aschaffenburg verdient mit 3:2 Punkten. Dieser Sieg brachte sie in den Finalkampf zurück, wo erneut Angelina Purschke wartete. Das Selbstvertrauen lag nun auf Seiten der Gegnerin, Sina fand nicht mehr in den Kampf und musste mit 0:10 Punkten die Goldmedaille fahren lassen. Die zweite DM-Silbermedaille - 2017 bei der weiblichen  Jugend und nun bei den Juniorinnen - wurde ebenfalls stolz in Empfang genommen und beweist eine konstante sportliche Entwicklung der jungen Tennenbronnerin.

Genau so jung, und doch schon ein "alter Hase" auf dem Gebiet von deutschen Meisterschaften ist David Brenn. Zum sechsten Mal war er diesmal dabei und blieb, wie all die Male zuvor, auf Medaillenkurs. Unter den 16 Teilnehmern der Gewichtsklasse bis 61 kg sicherte er sich die Bronzemedaille. Mit einem klaren 10:1-Sieg gegen den südbadischen Teamkollegen Maximilian Tröndlin aus Weitenau-Wieslet startete David gut ins Turnier. Dann schon folgte mit Ramzan Awtaew aus Essen einer der Meisterschafts-Favoriten, der zwei Jahre älter ist als David Brenn und 2017 in Finnland bereits 5. Juniorenweltmeister wurde. Obwohl Brenn in der ersten Kampfhälfte drei Zweierwertungen verlor, suchte er seine Chance.  Ein Beinangriff schien aussichtsreich, aber der Gegner konterte und kassierte dafür vier Punkte, was das Kampfende bedeutete. Nun begann das Warten auf die Hoffnungsrunde und die Chance kam. Gegner war Purya Jamali-Esmaeili-Kandi aus Aachen, den David Brenn bei der DM 2017 bereits besiegen konnte. Mit einer hoch konzentrierten Partie wiederholte er den Erfolg von damals und zog mit einem 9:2-Sieg ins kleine Finale um Bronze ein. Gegen Johannes Vögele aus Adelhausen war das eine extrem heikle Sache, da sich die beiden gegenseitig aus vielen Kämpfen in- und auswendig kennen. Ein Punkt am Mattenrand und eine Aktionszeit brachten dem Gegner erst eine zwei-Punkte-Führung ein, doch am Ende hatte David Brenn mehr Substanz und wendete das Blatt mit 3:2 zu seinen Gunsten. Die Bronzemedaille im ersten Juniorenjahr ist ein toller Erfolg für David und auch "ganz nahe an Gold". Die Goldmedaille ging am Ende an seinen Bezwinger Awtaew und Silber an Enes Akbulut aus Hof, den David beim Turnier in Moldawien im Februar noch besiegen konnte.