Den ganz großen Coup landeten am vergangenen Wochenende vom 13.-15. April Georgios Scarpello und Leon Schetterer bei den deutschen A-Jugendmeisterschaften 2018 und holten sich die Goldmedaille. Lukas Brenn wurde deutscher Vizemeister.

Den ganz großen Coup landeten am vergangenen Wochenende vom 13.-15. April Georgios Scarpello und Leon Schetterer bei den deutschen A-Jugendmeisterschaften 2018 und holten sich die Goldmedaille. Lukas Brenn wurde deutscher Vizemeister.

In der Klasse bis 51 kg im griechisch-römischen Stil hatte Georgios Scarpello drei Poolgegner und davon mit dem Vorjahres-Vizemeister Andreas Zenger aus Witten den härtesten Brocken gleich in der ersten Runde. Aus dem packenden Kampf ging Georgios mit 7:6 Punkten als Sieger hervor. Nach  einem nachfolgenden Überlegenheitssieg stand ihm in Runde drei der Vorjahres-Vierte James Schreiber aus Berlin gegenüber, gegen den er im Vorjahr im Kampf um Bronze gewinnen konnte. Auch diesmal ließ Georgios Scarpello keine Revanche zu, sondern holte sich mit 5:0 Punkten den Poolsieg. Der Finalgegner war Aaron Bellscheidt aus Neuss, deutscher B-Jugendmeister von 2017. Es war ein wahrer Nervenkrieg, denn die beiden Ringer kämpften extrem gleichwertig und egalisierten sich über die komplette Kampfdauer. Georgios Scarpello geriet zuerst durch eine Verwarnungs-Eins in Rückstand, es gelang ihm aber noch, den Gegner in Aus zu drängen. Dieser Punkt war siegentscheidenden und wahrlich "Gold wert".

 

Die Klasse bis 65 kg im griechisch-römischen Stil wies mit 19 Ringern eine hohe Teilnehmerzahl auf und Lukas Brenn hatte im Pool fünf Kämpfe zu bestehen. Das gelang ihm mit einer beeindruckenden Souveränität und holte zusammen 50 : 3 technische Punkte auf sein Konto. Lediglich der Nürnberger Ömer Faruk Senyigit schaffte es gegen ihn über beide Runden, hatte aber mit 1:8 auch deutlich das Nachsehen. Das Finale gegen Samuel Bellscheidt aus Neuss verlor Lukas Brenn zwar mit 0:8-Punkten, er war aber der einzige Ringer, der dem WM-Fünften ernsthaft Paroli bieten konnte und keinen Ausheber zuließ. Für Lukas Brenn ist die Silbermedaille ein herausragender Erfolg seiner Karriere, zumal er auch im nächsten Jahr noch A-Jugendlicher bleibt.

 

Im griechisch-römischen Stil waren zudem Jakob Moosmann und Julian Götz zusammen in der Klasse bis 55 kg, die mit 26 Ringern die meiste Konkurrenz aufwies, vertreten. Jakob startete mit einem Schultersieg gegen Paul Niemann aus Aichhalden sehr erfolgreich, kassierte dann aber zwei Schulterniederlagen und belegte damit den 15. Rang. Julian Götz erreichte nach einer Punktniederlage im ersten Kampf durch einen anschließenden Schultersieg die dritte Runde. Gegen den Finalteilnehmer Numan Bayram aus Büdesheim musste er sich erneut nach Punkten geschlagen geben und landete auf Rang 16.

Die Teilnehmer des KSV Tennenbronn bei der Greco-DM in Pirmasens: Kampfrichter Sven Hilser, Lukas Brenn, Julian Götz, Jakob Moosmann, Trainer Fabian Reiner, Georgios Scarpello.


Bei den Freistilern standen sich in der Klasse bis 45 kg nur vier Ringer gegenüber und jeder kämpfte gegen jeden. Während sich die Konkurrenten gegenseitig schlugen blieb Leon Schetterer dreimal sicherer Sieger und holte sich verdient die Goldmedaille. Den Zweitplatzierten Frederik Pufe aus Daxlanden besiegte er mit 8:3 und gegen den Dritten Giovanni Comparetto aus Köllerbach gewann Leon mit 6:0 Punkten. Comparetto war bereits 2016 deutscher Vizemeister der B-Jugend.

 

Eduard Jung lieferte bis 55 kg eine gute Leistung ab und erfüllte mit dem 11. Platz unter 18 Teilnehmern die Erwartungen. Dabei verbuchte er einen Schultersieg gegen Nico Breischaft aus Neckargartach und verlor zweimal bei voller Kampfzeit nach Punkten, unter anderem mit 2:7 gegen den späteren Vizemeister Malik Bicekuev aus Ladenburg.

 

Weniger glücklich agierten dagegen Mathias Schondelmaier und Sven Herrmann. Mathias verlor bis  60 kg Freistil seinen ersten Kampf mit Punktegleichstand von 6:6 aufgrund der letzten Wertung seines Gegners Michael Penkert aus Luckenwalde. Durch eine anschließende Schulterniederlage gegen Leo Guthke aus Potsdam als 17. aus dem Turnier aus. Sven Herrmann hatte in der Klasse bis 42 kg gegen alle Gegner einen Gewichtsnachteil zu verkraften und landete ohne Sieg am Ende des Feldes auf dem 6. Rang. Ein aussichtsreicher Kandidat des KSV Tennenbronn trat überhaupt nicht in Erscheinung, denn Robin Moosmann musste seiner Teilnahme wegen Krankheit absagen.

 Beim Freisti8lturnier in Ladenburg: Eduard Jung, Trainer Joachim Moosmann und Volker Faißt, Mathias Schondelmaier. Vorne Leon Schetterer und Sven Herrmann.