Die Regionalliga Baden-Württemberg wartet in der Saison 2018 mit einem enorm attraktiven Starterfeld mit 5 (!) ehemaligen Bundesligisten auf! Alle zehn Mannschaften waren mindestens der zweithöchsten deutschen Ringerliga zugehörig. Die Ringkampf-Fans der Raumschaft können sich zudem auf sechs spannende Derbys inklusive dem „Stadtduell“ KSV Tennenbronn gegen AV Sulgen freuen.

Mit dem KSV Tennenbronn, dem AV Sulgen, dem AB Aichhalden und dem Aufsteiger KSV Hofstetten sind vier Mannschaften in der kommenden Runde vertreten, die nur maximal 40 Kilometer voneinander entfernt liegen. Alle vier Vereine verfügen über eine große eingefleischte Fangemeinde, die für volle Hallen und beste Stimmung sorgen werden.

Dass die Lokalkämpfe Hallen-Füller sind beweist das Bild vom Einmarsch der Mannschaften aus Tennenbronn und Aichhalden.



Nachdem im vergangenen Jahr mehrere Vereine den Aufstieg gescheut haben und mit Aufstellungen unter ihren sportlichen Möglichkeiten angetreten sind, wird in der kommenden Runde wieder mit einem echten Wettstreit gerechnet. Dafür hat der DRB ein Punktesystem entwickelt, das die Chancengleichheit in der Bundesliga und  die Motivation zum Aufstieg verbessern soll. Wenn man die Wechselliste 2018 durchsieht, so ist jetzt schon klar, dass viele Mannschaften Lücken geschlossen, bzw. Vereine wie Schorndorf, Viernheim oder Schriesheim mit überdurchschnittlichen Verstärkungen ihr Ziel "Meisterschaft" klar formuliert haben. Daneben hat die Bundesligareserve aus Adelhausen einen Kader zur Verfügung, welcher seines gleichen sucht.

"Unser Ziel kann in der neuen Saison nur der Klassenerhalt sein, und das ist absolut kein Understatement", sagt Mathias Brenn, Trainer beim KSV Tennenbronn. " Wenn wir das neue Gesicht unseres KSV für die kommende Runde betrachten, dann verstehen wir alle, warum ein Bundesligaaufstieg im vergangenen Jahr wirklich nicht erstrebenswert war".

Der KSV wird mit vier, fünf oder auch mal sechs Jugendlichen unter 18 Jahren in der Regionalliga auflaufen. Die Tatsache, dass in 2018 so viele Nachwuchsringer der erfolgreichen A-B-Jugend das Gesicht der ersten Mannschaft prägen, erzeugt höchste Motivation und in der laufenden Vorbereitung ist klar zu erkennen, dass sie alle ihr Maximales für den KSV geben werden. Lukas und David Brenn, Robin Moosmann und Mathias und Jonas Schondelmaier haben alle schon  Regionalligaluft geschnuppert. Dass es nun in wieder neuen oder höheren Gewichtsklassen sein muss, wird das Siegen aber nicht leichter machen. Mit Maximilian Mond tritt ein Nachwuchstalent aus dem befreundeten Verein Hausen-Zell in die KSV-Reihen, welcher ebenfalls noch ohne Erfolgsdruck seine Entwicklung auf hohem Niveau weiter fortführen wird. Das heißt, die Jugendlichen können noch nicht zu planbaren Siegringern auf diesem hohen Niveau gehören.

Mit Florian Neumaier hat ein absoluter Leistungsträger den KSV Tennenbronn in Richtung Bundesliga verlassen. Die Lücke in 80 bzw. 86 kg griech.-röm. gilt es mit eigenen Sportlern zu schließen, von denen aber nicht Erfolgsbilanz eines Florian Neumaier erwartet werden kann. Mit Dimitar Kumchev und Miroslav Geshev hat Tennenbronn auch in 2018 wieder zwei absolut sympathische bulgarische Sportler mit an Bord, welche in der heimischen Arena schon gar nicht mehr wegzudenken sind. Fabian Reiner, Timo-Marcel Nagel sowie Luca und Matteo Lehmann werden wieder ein Tennenbronner Mittelfeld bilden, das in vielen Hallen gefürchtet ist und schon so manchen Rückstand zu Gunsten des KSV gedreht hat.

Zwei Siegringer und Publikumslieblinge beim KSV Tennenbronn: Miroslav Geshev und Fabian Reiner.

"Ein Selbstläufer wird der Klassenerhalt in der Regionalliga nicht", warnt Matthias Brenn. "Ich verspreche unserem treuen Publikum aber wieder endlosen Einsatz unseres Teams und wir wollen erneut unvergessliche Heimkampfatmosphäre in unsere Sporthalle zaubern". Ein wenig Geduld brauchen die Fans aber noch, denn zu Beginn der Runde am 8. September steht erst ein Auswärtskampf in Schriesheim bei Heidelberg an.

Tennenbronn II musste 2017 die gerade erst erklommene Verbandsliga sieglos wieder verlassen. Zurück in der Bezirksliga hofft die Mannschaft auf die Rückkehr von Motivation und Erfolgen. Voraussetzung dafür ist eine möglichst verletzungsfreie Runde beider Teams, um die Reihen trotz knapper Personaldecke geschlossen zu halten.

Die erste Schülermannschaft des KSV hat 2017 das Kunststück geschafft, zum achten Male in Folge den Meistertitel der höchsten Südbadischen Jugendliga zu erkämpfen. Schon vor Jahresfrist schien dies durch altersbedingtes Ausscheiden wichtiger Talente fraglich und diesmal wird die mannschaftliche Geschlossenheit aus gleichem Grund noch kritischer. Der Verbleib in der Verbandsjugendliga wäre schon als großer Erfolg zu werten. Die zweite Schülermannschaft startet in der Bezirksklasse und der Fokus liegt auf Sammeln von Erfahrung und erst in zweiter Linie auf einem vorderen Tabellenplatz.

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