An drei verschiedenen Stätten fanden am vergangenen Wochenende bedeutsame Ringerturniere statt. Zwei davon waren als Kaderturniere eine Pflichtveranstaltung, die für sieben Jungtalente des KSV Tennenbronn Vorrang hatte vor den Bezirksmeisterschaften in Hornberg.

DRB-Kaderturnier der Kadetten Gr.-röm. in Bindlach

In den Reihen des südbadischen Teams kämpften am Samstag, den 12. Januar, Lukas Brenn und Julian Götz beim Kaderturnier im bayerischen Bindlach. Wie gewohnt waren in allen Gewichtsklassen nur die Besten am Start. Lukas Brenn besiegte bis 71 kg zuerst den Nordbadener Luis End auf die Schultern und traf danach auf zwei vermeintliche Favoriten der Gewichtsklasse. Beide Aufgaben löste Lukas erfolgreich - Alexander Zentgraf aus Württemberg besiegte er mit 5:2 und Witas Behrend aus Sachsen-Anhalt mit 7:4 Punkten. Im Finale gegen Michael Janot aus Bayern kam er dagegen nicht zurecht und unterlag mit 0:8. Mit dem 2. Platz bleibt Lukas Brenn weiterhin im Fokus des Bundestrainers.


Julian Götz traf bis 55 kg im ersten Kampf auf den Favoriten und späteren Klassensieger Aaron Bellscheidt aus Neuss (NRW) und musste sich mit 0:10 Punkten geschlagen geben. Durch Siege gegen die beiden nächsten Poolgegner Jonny Uhlig aus Sachsen (4:2 Punkte) und Jan Krempin aus Nordrhein-Westfalen (8:0 Punkte) erreichte Julian das kleine Finale um Platz 3. Dort verlor er gegen seinen südbadischen Mannschaftskameraden Tom Stoll aus Gottmadingen knapp mit 0:3 Punkten und verpasste den möglichen Podestplatz. Mit zwei Siegen und einer nur knappen Finalniederlage hat auch Julian Götz einen guten Eindruck hinterlassen.

Die beiden Tennenbronner Ringer in Bindlach: Lukas Brenn (links) und Julian Götz.

ARGE-Bezirksmeisterschaften im Freistil

Ebenfalls am Samstag, den 12. Januar fanden in Hornberg die Bezirksmeisterschaften 2019 im Freistil statt. Zusammen mit den württembergischen ARGE-Vereinen begann das Turnier mit den Schülern der Altersklassen B-, C-, D- und E-Jugend, die mit 239 Teilnehmern aus 24 Vereinen einmarschierten. Der KSV Tennenbronn lag mit 13 Ringern zahlenmäßig nur auf Rang sechs, konnte aber mit fünf Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen den vierten Rang in der Vereinswertung belegen. Platz 1 ging mit großem Vorsprung an den VfK Radolfzell, dahinter folgten Aichhalden und Baienfurt. Die Einzelergebnisse der Tennenbronner Schüler:

B-Jugend
44 kg Thomas Eckhardt 1., Noah Meier 10. Platz, 52 kg Silas Fleig 4., David Meier 5. Platz.

C-Jugend
29 kg Jamie Fichter 3. Platz, 33 kg Adam Svec 8. Platz, 54 kg David Samuel-Clement 1. Platz, 58 kg Luis Hils 1. Platz.

D-Jugend
24 kg Ferdinand Sahin 3. Platz, 25 kg Linus Fichter 2. Platz, 30 kg Max Broghammer 3. Platz, 34 kg Ayla Sahin 1. Platz, 38 kg Wisdom Samuel-Clement 1. Platz.

Die Schülermannschaft des KSV mit ihren Betreuern in Hornberg

Bei den Männern war Tennenbronn mit 7 Ringern vertreten, die hinter Taisersdorf und Furtwangen den 3. Rang in der Vereinswertung belegten.

Die Goldmedaille erkämpfte sich Fabian Reiner in der Klasse bis 74 kg. Seine drei Poolgegner Dominik Reichle aus Tuttlingen, Marian Luca Rall aus Winzeln und Benno Hasenbrink aus Gottmadingen besiegte er überlegen nach Punkten oder auf die Schultern. Um den ersten Platz musste er dagegen hart fighten und setzte sich nur knapp mit 13:11 Punkten gegen den Baienfurter Hesmat Akbari durch.

Den zweiten Bezirksmeistertitel holte Timo-Marcel Nagel bis 79 kg nach Tennenbronn. Seine Überlegenheit war in allen Kämpfen überdeutlich - Marius Krämer aus Taisersdorf, Armin Hainzl aus Trossingen, Alexander Rauch aus Taisersdorf und Kevin Reuschling auf Furtwangen mussten allesamt vorzeitig geschlagen die Matte verlassen.

Über Bronze freute sich Jonas Schondelmaier bis 86 kg. Im Pool besiegte er Maurice Mischlinski aus Wollmatingen und Marvin Roth aus Aichhalden überlegen und den starken Uwe Weißhaar aus Taisersdorf mit 3:1 Punkten. Im entscheidenden Kampf um den Poolsieg kassierte Jonas eine Schulterniederlage gegen Sascha Weinauge aus Furtwangen, der sich später auch den Meistertitel holte. Jonas gewann den Kampf um Platz 3 überlegen gegen Erik Ragg aus Triberg.

In der Klasse bis 65 kg belegte Jens Staiger mit einem Sieg den 9. Platz. Sieglos blieben Matteo Lehmann bis 74 und Frederik Mrokon bis 86 kg.

Die Männertruppe des KSV in Hornberg.

Open Cup Le Creusot 2019

Spitzenplätze für Tennenbronner Jugendringer bei Turnier in Frankreich

Am Sonntag, den 13. Januar schickte der südbadische Ringerverband eine Auswahl von acht Freistilringern in Frankreich auf die Matten, darunter fünf alleine vom KSV Tennenbronn. Der 4. Internationale Open Cup Le Creusot war wiederum ein Mammutturnier mit insgesamt 294 männlichen und weiblichen Teilnehmern in drei Altersklassen unter 15, 17 und 23 Jahren. Südbadens Nachwuchs zeigte sich von seiner besten Seite und gewann die Mannschaftswertung unter der großen Konkurrenz von 77 Gruppen aus aller Welt. Die vier Tennenbronner U17-Ringer schafften allesamt einen Podestplatz - einziger Wehrmutstropfen an diesem erfolgreichen Tag war eine schwere Knieverletzung von U23-Ringer David Brenn, die ihn schon im ersten Kampf zur Aufgabe zwang.

Mit tollen Kämpfen verdienten sich Mathias Schondelmaier bis 65 kg und Robin Moosmann bis 71 kg die Goldmedaille. Beide setzten sich gegen jeweils vier Poolgegner souverän durch - im Finale gewann Mathias gegen Erbiev Mourad von der Association Franco-Tchetchene mit 6:2 Punkten und Robin gegen seinen Teamkameraden Dominik Stadler mit 3:0 Punkten.

Bis 60 kg marschierte Eduard Jung im Pool auf sicherem Siegeskurs und schaltete alle vier Gegner aus. Etwas unglücklich musste er sich im Finale dem Franzosen Abdullah Islamkhanov mit 0:5 geschlagen geben und durfte sich die hochverdiente Silbermedaille umhängen lassen. Ein starkes Turnier rang auch Leon Schetterer bis 51 kg und erreichte den dritten Platz. Er unterlag im Pool dem unangefochtenen Gesamtsieger, zeigte seine Klasse aber im kleinen Finale um Bronze und legte seinen Gegner Mouhadin Khabizaev aus Grenoble auf die Schultern.

Die siegreiche KSV-Gruppe in Frankreich: v.l. Leon Schetterer, Robin Moosmann, Mathias Schondelmaier, Edi Jung und David Brenn.