Die moldawische Hauptstadt Chisinau ist ein gutes Pflaster für die Tennenbronner Ringerbrüder Brenn. Was im vorigen Jahr David Brenn gelang, wiederholte am 15. Februar 2019 sein jüngerer Bruder Lukas mit dem 3. Platz in einem hochkarätigen Turnier. Lediglich die Stilart unterscheidet sich - Lukas Brenn hat sich auf griechisch-römisch spezialisiert.
Lukas Brenn (rechts auf dem Podest) bei der Siegerehrung der Gewichtsklasse bis 71 kg.

160 Athleten aus elf Ländern nahmen an dem Turnier in Moldawien teil und es waren die stärksten ihrer Kategorie - viele Meister bei internationalen Turnieren einschließlich Welt- und Europameisterschaften. Neben Gastgeber Moldawien schickten Rumänien, Griechenland, Italien, Ungarn, Tschechien, die Ukraine, Deutschland, Litauen, Dänemark und die Niederlande ihre besten Nachwuchsringer an den Start.

Lukas Brenn räumte in der Qualifikationsrunde mit einen Schultersieg einen Gegner aus Rumänien aus dem Weg und besiegte im 1/8-Finale einen Ungarn ebenfalls deutlich mit 8:1 Punkten. Im 1/4-Finale traf er auf seinen deutschen Teamkollegen Michael Janot aus Nürnberg, dem er erst im Januar beim Kaderturnier in Bindlach mit 0:8-Punkten unterlegen war. Auch diesmal reichte es nicht zum Sieg, jedoch fiel die Niederlage mit 1:3 deutlich geringer aus. Es folgte sie Hoffnungsrunde, in der sich Lukas Brenn mit einem überlegenen 8:0 gegen einen Vertreter Moldawiens das Finale um Platz 3 erkämpfte. Mit einem weiteren technisch überlegenen Punktsieg gegen einen Ukrainer verzierte er seine tolle Leistung mit der Bronzemedaille.

Der Star des Turniers war Alexandrin Guţu, Kadetten-Weltmeister und Goldgewinner bei den olympischen Jugendspielen. Der Moldawier stand in der Gewichtsklasse bis 71 kg, in der insgesamt 26 Teilnehmer um eine gute Platzierung kämpften, allen Konkurrenten als unüberwindliche Hürde im Weg. Auch Michael Janot, der einzige Bezwinger von Lukas Brenn, musste sich im Finale diesem Ausnahmeringer geschlagen geben.