Der Fellbacher Trainer Tariel Shavadze fragte seinen Tennenbronner Amtskollegen Mathias Brenn kurzfristig an, ob Tennenbronner Jugendringer mit ihm ein Turnier in seiner Heimat Georgien besuchen wollen. Diese einmalige Chance in einem Land, in dem Ringen Nationalsport ist, ließ sich der KSV nicht entgehen und organisierte in kürzester Zeit die Reise für die  erfolgreichen Nachwuchsathleten Leon Schetterer, Thomas Eckhardt, Robin Moosmann und Eduard Jung und als Begleiter dessen Vater Waldemar Jung in die vorderasiatische Republik.

Die vier Tennenbronner Jugendringer Eduard Jung, Robin Moosmann, Leon Schetterer und Thomas Eckhardt vor der Kulisse der georgischen Stadt Batumi am Schwarzen Meer.

Die Gruppe aus je fünf Fellbachern und Tennenbronnern startete am Donnerstag, den 28. Februar von München mit Zwischenlandung in Istanbul nach der georgischen Hauptstadt Tiflis. Dort wurden sie von georgischen Ringern in die ca. 400 Kilometer entfernte Stadt Batumi abgeholt. Nach langer Reise staunten die deutschen Gäste nicht wenig, dass sie in ein luxuriöses Hotel direkt am Schwarzen Meer eichecken durften. Die kompletten Kosten dafür wurden vom Ausrichter des Turniers, dem georgischen Ringerverband übernommen.

Am Samstag und Sonntag fand dann das Turnier mit 231 Teilnehmern in 10 Gewichtsklassen statt. Georgien und die angrenzenden Länder mit höchster ringerischer Tradition Russland, Aserbeidschan und Armenien schickten ihre besten Kadetten; Armenien nahm ausschließlich mit der Nationalmannschaft teil und brachte sieben von neun Ringern in die Finals.

Die "Deutsche Mannschaft" aus Fellbach und Tennenbronn beim Turnier in Georgien.

Die deutschen Teilnehmer waren in diesem Umfeld nur Außenseiter und konnten keinen Podestplatz erringen. Trotzdem gelang Eduard Jung mit 7:5 Punkten ein überraschender Sieg gegen einen russischen Ringer. Im zweiten Kampf unterlag er gegen einen Kasachen und da dieser das Finale erreichte, ergab sich eine neue Chance in der Hoffnungsrunde. Dort besiegte Eduard einen griechischen Gegner, schied aber nach einer weiteren Niederlage in der nächsten Runde aus. Auch Robin Moosmann landete einen Überraschungserfolg und schulterte im ersten Kampf einen der starken Armenier. In der zweiten Runde unterlag er bei Punktegleichstand von 10:10 unglücklich gegen einen Georgier und da dieser verletzungsbedingt im Halbfinale aufgeben musste, war für Robin die Hoffnungsrunde passé. Leon Schetterer und Thomas Eckhardt schieden mit Niederlagen gegen bärenstarke Gegner nach der ersten Runde aus.

Kampfszene von Robin Moosmann (links) gegen den armenischen Gegner.

Neben dem Turnier wurden noch tolle Ausflüge in Georgien unternommen und am Dienstag mit vielen sportlichen und kulturellen Eindrücken die Heimreise nach Deutschland angetreten.

Ausflug ans "graue" Schwarze Meer.