Fünf Teilnehmer und davon drei auf dem Siegertreppchen: Die Juniorin und die Junioren des KSV Tennenbronn konnten am vergangenen Wochenende vom 22. bis 24. März bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Kirrlach und Plauen eindrucksvoll überzeugen.

Sina Moosmann und David Brenn holten Silber bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Kirrlach. Links daneben Robin Moosmann, hinten Trainer Mathias Brenn.

David Brenn, Sina Moosmann und ihr jüngerer Bruder Robin gingen im Freistil in Kirrlach an den Start. Eindeutig auf Goldkurs marschierte David Brenn in der Klasse bis 61 kg, wo er im vergangenen Jahr bereits die Bronzemedaille mitbrachte. Seinen südbadischen Teamkollegen Johannes Vögele aus Adelhausen besiegte er souverän mit 6:0 und danach den hessischen Vertreter Mike Sell vom KSC Niedernberg in einem turbulenten Kampf mit 18:12 Punkten. Nach einem weiteren ungefährdeten 9:0-Erfolg im Halbfinale gegen Malik Bicekuev aus Ladenburg war der Endkampf um Gold gegen Purya Jamali-Esmaeili-Kandi vom TV Aachen-Walheim erreicht. Der Gegner war kein Unbekannter, sondern der Vorjahresrivale um Bronze, den David Brenn damals besiegen konnte. Die Wiederholung klappte leider diesmal nicht wie erhofft, sondern David musste einem Rückstand nachlaufen. In den Schlusssekunden gelang ihm der Ausgleich zum 5:5 gegen den völlig ausgepumpten Jamali, aber die höhere Einzelwertung entschied den dramatischen Kampf trotzdem zugunsten des Gegners. Bei der letzten Aktion war sich sogar das Kampfgericht uneinig, ob es David eine Eins oder eine Sieg bedeutende Zwei geben soll. Nach Sichtung des Videos blieb es dann bei einem Punkt und der Silbermedaille, die von der erbrachten Leistung her gut und gerne Gold wert ist. Für David Brenn ist es mittlerweile die siebte DM-Medaille in Folge.

Ihre dritte Silbermedaille bei Deutschen Meisterschaften gewann Sina Moosmann in der Klasse bis 53 kg. Ein 6:0 gegen Cheyenne Jilke aus Remseck, zwei technisch überlegene Siege gegen Sophie Hindenburg aus Frankfurt/Oder und Tina Zellner aus Anger und ein 5:3 gegen die spätere Dritte Lissy Bielau aus Eisenhüttenstadt führten sie ins Finale um Gold. Auch hier wartete eine motivierte Rivalin - Jenny Hast aus Aschaffenburg galt schon im Vorjahr als Favoritin und wurde von Sina überraschend aus dem Rennen geworfen. Der neuerliche Erfolg blieb auch für Sina aus - sie suchte zwar sechs Minuten lang den Angriff, wurde aber ausgekontert und verlor mit 0:5 Punkten. Neuling bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften war Sina's Bruder Robin und ihm blieb ein Erfolg versagt. In einem aktionsreichen Kampf verlor er gegen Florin Teschner aus Unterföhring mi 7:16 Punkten und schied damit als Zehnter von 16 Teilnehmern der Klasse bis 70 kg aus.

Im sächsischen Plauen gaben Lukas Brenn und Jonas Schondelmaier ihren Einstand bei den Meisterschaften im griechisch-römischen Stil. Jonas, der 2018 wegen einer Verletzung passen musste, konnte dabei die Bronzemedaille erringen.

Jonas Schondelmaier gewann Bronze in Plauen. Rechts daneben Lukas Brenn.

Jonas Schondelmaier kämpfte bis 82 kg. Seine beiden ersten Gegner beherrschte er sicher - Marlo Kircheisen aus Rimbach technisch überlegen und Lucas Rosport aus Riegelsberg deutlich mit 8:3 Punkten. Im Halbfinale traf er auf den späteren Meister Lucas Lazogianis aus Weilimdorf und verlor vorzeitig mit 2:11 Punkten. Jonas war der einzige Ringer, der überhaupt einen Punkt gegen diesen Ringer holte. Die Bronzemedaille verdiente sich Jonas mit einem weiteren Überlegenheitssieg gegen Roman Chernov aus Leipzig. Lukas Brenn, Vorjahres-Vizemeister bei der A-Jugend, führte das Los gleich im ersten Kampf gegen einen Titelfavoriten der Klasse bis 72 kg. Er verlor den Kampf gegen Anthony Sanders aus München mit 10:1 und da sein Gegner das Finale knapp verpasste, blieb Lukas keine weitere Chance. Er schied als Dreizehnter von 17 Ringern aus, Sanders holte am Ende die Bronzemedaille.

Eine weitere Erfolgsmeldung am Rande: Tennenbronns Mannschaftsringer Maximilian Mond, der bei Turnieren für seinen Heimatverein Hausen-Zell startet, wurde Deutscher Juniorenmeister bis 130 kg.