Meckernde Trainer und pöbelnde Fans - das sind Klischees, die den Ringern und vielen anderen Sportarten das Gewinnen von Schieds- oder Kampfrichtern schwer machen. Dabei kann ein Unparteiischer unglaublich viel Positives erleben und im wahrsten Sinne des Wortes "Karriere" machen.

Sven Hilser vom KSV Tennenbronn hat sich dafür entschieden und ist mit Elan und Leidenschaft dabei. Die Ausbildung zum Kampfrichter hat er im jugendlichen Alter begonnen und ist innerhalb kürzester Zeit mit Bundeslizenz ausgestattet zu einem geschätzten Wettkampfleiter geworden. Die Schiris bilden eine "neutrale" Gemeinschaft, die von Wettkampf zu Wettkampf zieht, unabhängig ob der eigene Verein vertreten ist oder nicht.

Jüngstes Beispiel dafür ist die Reise von Sven Hilser als begleitender Kampfrichter für den VfK Radolfzell und einige württembergische Vereine in die estnische Hauptstadt Tallinn. Am Wochenende vom 29. - 31. März fand dort das größte europäische Jugendturnier "Tallinn Open 2019" statt. Über 2.000 Ringerinnen und Ringer aus 28 Nationen, teilweise auch Nationalmannschaften, kämpften dort auf 14 Matten!!! um Sieg und Platz. Austragungsort war die Saku Suurhall, die größte baltische Indoor-Arena, in der z.B. auch schon der European Song Contest stattfand. Eine tolle Gelegenheit für neue, spannende und weltumfassende Begegnungen mit Kampfrichterkollegen und Sportlern, die auch außerhalb der Matten viel Spaß mit sich bringen.

Die regionalen Ringervereine geben gerne Informationen über Ausbildung und Einsatzgebiete für Kampfrichter.

Sven Hilser hat sichtlich Spaß beim Turnier in Tallinn

Gewusel auf 14 Matten in der Saku Suurhall