Der aus Furtwangen stammende Nachwuchsringer des KSV Tennenbronn löste seine erste Bewährungsprobe bei einer Deutschen Meisterschaft mit Bravour. Vom 26. - 28. April startete er in Hösbach bei der B-Jugend im griechisch-römischen Stil und belegte als einer der jüngsten Teilnehmer auf Anhieb den vierten Rang.

Hadis Vehapi (links) mit seinem Betreuer Fabian Reiner

Nur drei von zwölf Ringern der Klasse bis 57 kg waren vom Jahrgang 2006, darunter Hadis Vehapi. Das Los führte ihn durchweg gegen ältere Gegner, denen er ohne großen Respekt entgegen trat. Mit drei Viererwertungen überraschte er seinen ersten Gegner Matthias Becker vom bayerischen TSV Kottern und siegte mit 13:7 Punkten deutlich. Gegen den körperlich deutlich überlegenen Sachsen Justin Nagler vom RV Thalheim war Hadis schnell mit sechs Punkten im Rückstand, aber nicht geschlagen. Ein erster Versuch zu Werfen ging noch schief, aber ein sauberer Kopfhüftschwung führte zur Wende und zum Schultersieg für den Tennenbronner. Auf einmal war der Schritt zu einer Medaille nicht mehr weit, womit vorher niemand gerechnet hatte.

Auch der dritte Gegner Robin Laas aus Appenweier schien schlagbar, nachdem Hadis schnell mit 5:0 vorne lag. Mit zunehmender Kampfdauer stieg aber seine Nervosität und am Ende entglitt ihm mit 5:10 Punkten der Sieg und das Finale um Gold. Mit geknicktem Selbstvertrauen konnte Hadis im Kampf um Bronze gegen den abermals körperlich sehr starken Hugo Bischoff aus Cottbus keine Aktionen anbringen. Seinen Versuch, mit einem Wurf den Rückstand aufzuholen lenkte der Gegner in einen eigenen Angriff um und drückte ihn Sekunden vor dem Pausengong auf die Schultern.

Eine verpasste Medaille schmälert nicht den mutigen Auftritt von Hadis Vehapi bei seiner ersten deutschen Meisterschaft. Er bewies als einer der Jüngsten, dass großes Potential in ihm steckt und nur wenige in seinem Alter trauen sich aus dem Stand Würfe zu, mit denen er mehrfach punkten konnte.