Während sich Robin Moosmann über eine Silbermedaille freuen konnte, war für seine beiden Tennenbronner Ringerkameraden schon nach der ersten Runde Schluss. Besonders schlimm erwischte es Leon Schetterer, der mit einem Schlüsselbeinbruch nicht nur in Luckenwalde aufgeben musste. Als amtierender deutscher A-Jugendmeister war er zur Europameisterschaft der Kadetten Ende Juni in Italien vorgesehen und kann diese tolle Chance nun nicht wahrnehmen.

Die drei Tennenbronner Vertreter beim Brandenburg-Cup in Luckenwalde. Von links Leon Schetterer, Mathias Schondelmaier und Robin Moosmann

Vom 24. bis 26 Mai war der Luckenwalder SC Ausrichter des international renommierten Kadettenturniers im Freistil. Seine besondere Stärke liegt in der Teilnahme vieler osteuropäischer Nationen wie Russland, Ukraine, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei oder Bulgarien. Bundestrainer Jürgen Scheibe entsendet regelmäßig eine deutsche Auswahlmannschaft, zu der heuer auch Leon Schetterer gehörte.

In der Auswahl der ARGE Baden-Württemberg kämpften Robin Moosmann und Mathias Schondelmaier. Bis 71 kg wies Robin am ersten Kampftag mit drei technisch überlegenen Siegen eine tadellose Bilanz vor: Zwei Vertreter des polnischen Nationalteams sowie der Nürnberger Erdogan Guezey blieben gegen ihn ohne jeglichen technischen Punkt und das Finale um Gold war damit erreicht. Dafür reichte es am zweiten Tag leider nicht, denn sein Gegner Stas David Wolff vom deutschen Nationalteam konnte gleich die erste Aktion mit einem Schultersieg abschließen. Robin Moosmann konnte diesen Dämpfer gegen den amtierenden deutschen Meister verschmerzen, denn die Silbermedaille in einem so hochkarätigen internationalen Turnier stellt schon eine herausragende Leistung dar.

Gerne wäre auch Mathias Schondelmaier bis 65 kg mehr als nur einmal auf die Matte gegangen. Er kam jedoch nicht über ein 1:1 gegen den Saarländer Leo Gaal hinaus, der aufgrund der letzten Wertung den glücklichen Sieg davontrug. Da der Köllerbacher im Viertelfinale ebenfalls verlor, war die Hoffnungsrunde für Mathias Schondelmaier passé.