Mit großer Enttäuschung musste KSV-Vorstand Alexander Fichter am vergangenen Mittwoch die Hoffnungen auf die Mannschaftsrunde der Regionalliga begraben. In einer Telefonkonferenz wurde nicht wie geplant über die vorgelegten Konzepte zur Durchführung beraten, sondern in einer Abstimmung mit 6 : 4 Stimmen die gesamte Runde abgeblasen. Dass die Corona-bedingten Einschränkungen zu bewältigen sind glaubten neben den Verbandspräsidenten nur die Vereine Aichhalden, Baienfurt, Hofstetten und Tennenbronn. Die Mehrheit der anderen sechs Regionalligisten warf dagegen die Flinte ins Korn und lehnte den Start rundweg ab, obwohl durchaus Hoffnung auf weitere Lockerungen vorhanden waren. So ist das Kontakttraining wieder erlaubt und ab August sollen Veranstaltungen mit 500 Personen möglich werden.

Sportler brauchen ein Ziel - davon ist man beim KSV Tennenbronn zutiefst überzeugt. Ein Jahr lang oder auch noch länger bis zur Saison im Herbst 2021 wird kaum jemand intensiv trainieren, wenn kein Einsatz in Sicht ist. Die Gefahr, dass einzelne Sportler gänzlich aussteigen und in Folge auch Mannschaften wegen fehlender Ringer nicht mehr gestellt werden können, ist definitiv vorhanden. Aber auch außersportlich hat die Absage gravierende Auswirkungen, denn jeder Verein hat fixe Kosten, denen keine Einnahmen entgegen stehen. Wie die Sponsoren und Werbepartner bei Laune gehalten werden können, ist rätselhaft.

Die Landesverbände in Südbaden und Württemberg gehen nun in eine neue Umfrage, ob mit den willigen Vereinen eine Lösung für Mannschaftskämpfe im Herbst 2020 gefunden werden kann. Neben der Regionalliga sind ja auch Entscheidungen für alle darunter vorhandenen Klassen zu treffen. Falls auch hier in den nächsten zwei bis drei Wochen nichts zustande kommen sollte, will man beim KSV Tennenbronn selbst die Initiative ergreifen, um zum Beispiel mit Freundschaftskämpfen den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten.