Großer Jubel und herbe Enttäuschungen für Tennenbronner Teilnehmer

Die Enttäuschungen standen am Anfang. Eduard Jung musste seine Teilnahme bei den Freistilern krankheitsbedingt absagen und Lukas Brenn traf der Hammer einer Disqualifikation. Sein erster und einziger Kampf beim Griechisch-römisch-Turnier in Hohenlimburg gegen den Württemberger Lukas Laible stand nach Punkten ausgeglichen, als er 20 Sekunden vor dem Schlussgong wegen Beinarbeit zum Verlierer erklärt wurde. Es war eine sehr strittige Situation, über die das Kampfgericht diskutierte, letztendlich aber den eingelegten Protest zurückwies. Dass Lukas Brenn das Zeug hatte, vorne mitzumischen, wurde deutlich als sein Gegner am Ende auf dem 3. Platz der Klasse bis 72 kg landete.

Grund zum Jubeln gab es für den KSV Tennenbronn dann bei den Freistilkämpfen in Rimbach im Odenwald. Hier marschierte Leon Schetterer in der Klasse bis 65 kg unangefochten vom 1/8-Finale bis in den Endkampf. Er siegte mit jeweils 12 : 2 Punkten gegen Oleg Bartel aus Halle und Mert-Fatih Simsek aus Krefeld und mit 8 : 3 Punkten gegen Endrit Mustafa aus Wurmlingen. Der Kampf um die Goldmedaille gegen den Köllerbacher Nils Klein war von Taktik geprägt und nach der ersten Hälfte durch einen beidseitigen Aktivitätspunkt noch völlig offen. Die Wende trat ein, als der Gegner danach eine Zweierwertung erzielte und Leon Schetterer in Zugzwang brachte. Mit Kontern kam Nils Klein am Ende zu einem 9 : 1-Erfolg, der für den wahren Kampfverlauf zu hoch ausfiel. Für Leon Schetterer ist der Deutsche Vizemeistertitel bei seinem ersten Start in der Juniorenklasse trotzdem ein Traumergebnis.

Mathias Schondelmaier ging bis 74 kg Freistil mit einem überlegenen 11 : 0 gegen Luca Bauer aus Bindlach ins Rennen. Im 1/4-Finale stand er Maximilian Schäfer aus Malsch gegenüber, dem er in einem offenen Kampf knapp mit 4 : 6 Punkten unterlag. Mathias Schondelmaier belegte damit den 7. Rang unter 13 Konkurrenten.

Freude über DM-Silber: Leon Schetterer vom KSV Tennenbronn