Regionalliga Baden-Württemberg
KSV Rheinfelden I - KSV Tennenbronn I   11 : 17

Verbandsliga Südbaden
ASV Urloffen II - KSV Tennenbronn II   21 : 10

Jeweils fünf Einzelsiege auf beiden Seiten täuschen über die Kräfteverhältnisse hinweg. Die Mannschaft des KSV Tennenbronn war ausgeglichener besetzt und hielt ihre Niederlagen besser in Grenzen. Gastgeber Rheinfelden dagegen musste zwei Gewichtsklassen ohne Gegenwehr abgeben und verlor in zwei weiteren die volle Punktzahl.

In der ersten Hälfte durfte sich auf Tennenbronner Seite nur Sven Herrmann über vier geschenkte Punkte freuen. Für Rheinfelden zeigte Luillys Jose Perez Mora, Olympiateilnehmer von Rio, seine Sonderklasse und punktete Cristian Chira überlegen aus. Auch in den folgenden drei Partien hatten die Gastgeber ihre Siegringer stehen, doch die Ausbeute an Mannschaftpunkten blieb gering. Tennenbronns Julian Götz lag in einem ganz engen Duell gegen Patrick Hinderer bis 30 Sekunden vor dem Schlussgong in Führung, ehe eine Zweierwertung das Blatt zugunsten des Heimringers wendete. Fast gleich verlief der Kampf zwischen Miroslav Geshev und Eduard Frick. Nach fünfeinhalb Minuten stand es 1 : 1 mit dem Vorteil der letzten Wertung für den Tennenbronner. Auf den schon legendären Schlussspurt von Miro Geshev war Eduard Frick diesmal jedoch vorbereitet und machte seinerseits mit zwei schnellen Aktionen den Sieg. Auch Leon Schetterer bewies ausgesprochene "Steherqualität" und überließ dem favorisierten Vincent von Czenstkowski lediglich einen mageren Punktsieg. Zur Halbzeit lag Tennenbronn zwar mit 4 : 9 Punkten hinten, vertraute aber berechtigterweise auf seine Überlegenheit in zweiten Abschnitt.

Gut sechs Kampfminuten später hatte die Führung schon gewechselt. Lukas Brenn sorgte gegen Manuel Hirche mit vier Punkten einen Paukenschlag und ließ fast im Sekundentakt weitere Aktionen zum Überlegenheitssieg folgen. Fabian Reiner war in die 71-kg-Klasse abgestiegen und fegte dort Fabian Wepfer mit hohen Würfen in knapp zwei Minuten von der Matte. Rheinfeldens Andrius Reisch stoppte die Blitzsiege, konnte aber gegen Mathias Schondelmaier auch nur einen mühsamen Punktsieg erringen, der letzte für Rheinfelden. Timo-Marcel Nagel ging gegen Sebastian von Czenstkowski mit drei Zweierwertungen schnell in Führung und verteidigte seinen Vorsprung erfolgreich. Als letzter Mann war Bogdan Zaharia sorgenfrei, denn sein Gegner ließ sich mit dem Anpfiff auf die Schultern ablegen.

Die Übersicht, Rheinfelden zuerst genannt:
57 F     kein Ringer - Sven Herrmann 0 : 4
61 G     Patrick Hinderer - Julian Götz 1 : 0 (PS 3 : 2)
66 F     Vincent von Czenstkowski - Leon Schetterer 2 : 0 (PS 3 : 0)
71 G     Fabian Wepfer - Fabian Reiner 4 : 0 (PS 15 : 0)
75 F     Andrius Reisch  - Mathias Schondelmaier 2 : 0 (PS 6 : 0)
75 G     Lukas Loritz - Bogdan Zaharia 0 : 4 (SS)
80 F     Sebastian von Czenstkowski - Timo-Marcel Nagel 0 : 1 (PS 4 : 6)
86 G     Manuel Hirche – Lukas Brenn 0 : 4 (PS 0 : 15)
98 F     Eduard Frick – Miroslav Geshev 2 : 0 (PS 4 : 1)
130 G   Luillys Jose Perez Mora – Cristian Chira 4 : 0 (PS 16 : 0)

 

Verbandsliga Südbaden

Tennenbronns Zweite musste in Urloffen eine recht deutliche Niederlage hinnehmen, obwohl sie vier Einzelduelle für sich entscheiden konnte. Ursächlich dafür war die hohe Überlegenheit der Bundesliga-erfahrenen Urloffener Marius Atofani, Lucian Vilcu und Zorel Pirajean, die durchweg je vier Mannschaftspunkte einstrichen.

Trotzdem gab es auch auf Tennenbronner Seite starke Kämpfe und beachtliche Einzelergebnisse. So überraschte Jens Staiger den starken Patrik Köhli in der Anfangsphase und verschaffte sich mit sechs Punkten einen Vorsprung, den er zu einem knappen 6 : 5 Punktsieg verteidigte. Jungtalent Hadis Vehapi geriet gegen Raphael Langenecker mit sieben Punkten in Rückstand und verkürzte in der zweiten Kampfhälfte  auf nur zwei Punkte Unterschied. Umgekehrt holte Frederik Mrokon in einem weiteren engen Duell gegen Anton Schwarzkopf einen Mannschaftspunkt für Tennenbronn. Die erste Aktion nach 30 Sekunden Kampfzeit führte zu einem Schultersieg für Jakob Moosmann und Timo Moosmann holte mit einem überlegenen Punktsieg weitere vier Mannschaftspunkte.

Die Übersicht, Urloffen II zuerst genannt:
57 F     Justin Federer - David Langenbacher 4 : 0 (PS 16 : 0)
61 G     David Kiefer - Jakob Moosmann 0 : 4 (SS)
66 F     Max Brenn - Timo Moosmann 0 : 4 (PS 0 : 16)
71 G     Patrik Köhli - Jens Staiger 0 : 1 (PS 5 : 6)
75 F     Joshua Knosp  - kein Ringer 4 : 0
75 G     Raphael Langenecker - Hadis Vehapi 1 : 0 (PS 9 : 7)
80 F     Marius Atofani - Matteo Lehmann 4 : 0 (SS)
86 G     Anton Schwarzkopf – Frederik Mrokon 0 : 1 (PS 2 : 3)
98 F     Lucian Vilcu – Eduard Jung 4 : 0 (SS)
130 G   Zorel Pirajean – Jonas Schondelmaier 4 : 0 (SS)