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Kampftag 23.10.2021
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Regionalliga Baden-Württemberg
KSV Tennenbronn I - KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt I   8 : 23

Verbandsliga Südbaden
KSV Tennenbronn II - ASV Vörstetten I   12 : 18

Hoch verloren und trotzdem gefeiert, das passiert den Sportakteuren selten. Die Ringer des KSV Tennenbronn durften sich am Kampfende über lautstarke Fangesänge freuen, die ihren Kampfgeist und leidenschaftlichen Einsatz gegen den übermächtigen Tabellenführer Baienfurt würdigten. Sieben Kämpfe über die volle Zeit beweisen, dass man den Gästen den Sieg nicht geschenkt hat.

Eine Halbzeit konnte Tennenbronn mithalten. Sven Herrmann zeigte sich angriffslustig und hatte kurz vor Schluss die überlegene Punktedifferenz beisammen. Eine zähe Angelegenheit war dagegen der Kampf der Fliegengewichtler Julian Götz und Alexander Tonn. Ein mageres Pünktchen stand am Ende  auf jeder Seite und durch die letzte Wertung fiel der knappe Sieg an den Baienfurter. Die beiden Schwergewichte dagegen waren eine klare Sache der Gegner. Gleich beim ersten Ansatz drehten sie die KSV-Ringer Cristian Chira und Miroslav Geshev schwindlig und hatten schnell den 15-Punkte-Vorsprung beisammen. Das Highlight des Abends bot die Klasse bis 66 kg zwischen Leon Schetterer und Magomed Makaev mit zusammen sensationellen 39 Kampfpunkten. Der junge Tennenbronner setzte auf schnellen Angriff und lag nach eineinhalb Minuten bereits mit 8 : 0 in Führung. Damit kam der routinierte Techniker Makaev sichtlich nicht zurecht, zumal sich Schetterer auch nicht auf Verteidigung besann, sondern weiter nach vorne marschierte. Eine Sekunde vor dem Schlussgong machte er mit einer Viererwertung den sensationellen Überlegenheitssieg perfekt. Mit 9 : 8 Punkten für Baienfurt ging es in die Pause.

Die zweite Hälfte, zuletzt eine Tennenbronner Domäne, fiel jedoch komplett an das gegnerische Team. Lukas Brenn und Timo-Marcel Nagel konnten ihre Chancen nicht in Punkte ummünzen und mussten ihren Gegnern, dem ehemaligen deutschen Vizemeister Simon Weißhaar und dem EM-Dritten David Wolf, jeweils drei Mannschaftspunkte überlassen. Jens Staiger geriet gegen Lukas Buck unter die Räder und verlor vorzeitig. Tapfer hielt sich Mathias Schondelmaier beim gegen Adrian Wolny, ebenfalls einen deutschen Vizemeister, musste aber dabei eine lange Brückenlage überstehen. Seine 1 : 6-Niederlage ist ein Achtungserfolg für den jungen Tennenbronner. Und am Ende ging auch Fabian Reiner mit seiner ersten Saisonniederlage von der Matte. Im Gegensatz zu ihm nutzte der moldawische Meister Valeriu Toderean die Bodenlage zur 8 : 1-Führung, ein Vorsprung, den Reiner im zweiten Abschnitt nur noch auf 10 : 7 verkürzen konnte.

Die Übersicht, Tennenbronn zuerst genannt:
57 F     Sven Herrmann - William Lehn 4 : 0 (PS 20 : 5)
61 G     Julian Götz - Alexander Tonn 0 : 1 (PS 1 : 1)
66 F     Leon Schetterer - Magomed Makaev 4 : 0 (PS 27 : 12)
71 G     Jens Staiger - Lukas Buck 0 : 4 (PS 0 : 15)
75 F     Mathias Schondelmaier  - Adrian Wolny 0 : 2 (PS 1 : 6)
75 G     Fabian Reiner - Valeriu Toderean 0 : 2 (PS 7 : 10)
80 F     Timo-Marcel Nagel - David Wolf 0 : 3 (PS 2 : 10)
86 G     Lukas Brenn - Simon Weißhaar 0 : 3 (PS 1 : 11)
98 F     Miroslav Geshev - Timofei Xenidis 0 : 4 (PS 0 : 16)
130 G   Cristian Chira - David Stumpe 0 : 4 (PS 2 : 18)

Verbandsliga Südbaden

Trotz toller Einzelkämpfe konnte Tennenbronn II auch gegen Vörstetten keine Punkte einfahren. Beide Mannschaften hatten am Ende fünf Einzelsiege auf dem Konto, bei denen Tennenbronn durch drei abgegebe Vierer ins Hintertreffen geriet. Ärgern dürften sich dabei insbesondere Matteo Lehmann und Thorsten Götz, dass sie ihre Leistungen nicht besser belohnen konnten. Mit sehr guten Kämpfen und Punktsiegen überzeugten die jungen Ringer Jakob Moosmann, Hadis Vehapi, Eduard Jung und Frederik Mrokon. Das technische i-Tüpfelchen setzte Timo Moosmann, der sich überlegen mit 17 : 2 Punkten gegen den starken Selimchan Jangubaev durchsetzte.

Die Übersicht, Tennenbronn II zuerst genannt:
57 F     David Langenbacher - Leon Treffeisen 0 : 4 (PS 0 : 16)
61 G     Jakob Moosmann - Konstantin Polewoi 3 : 0 (PS 9 : 1)
66 F     Timo Moosmann - Selimchan Jangubaev 4 : 0 (PS 17 : 2)
71 G     Holger Nagel - Krasimir Krastanov 0 : 4 (PS 0 : 16)
75 F     Matteo Lehmann  - Sebastian Kaczmarzyk 0 : 4 (PS 4 : 19)
75 G     Hadis Vehapi - Tim Kromer 2 : 0 (PS 6 : 2)
80 F     Eduard Jung - Musa Jangubaev 2 : 0 (PS 8 : 4)
86 G     Frederik Mrokon - Lukas Ersching 1 : 0 (PS 4 : 2)
98 F     Thorsten Götz - Martin Röttinger 0 : 2 (PS 8 : 13)
130 G   Alaaddin Sahin - David Ovsjanikov 0 : 4 (PS 1 : 16)