Mit hoffnungsvollem Blick in die Zukunft

Mit gemischten Gefühlen und einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft könnten die Beiträger der Bereichs- und Übungsleiter des KSV Tennenbronn bei der Jahreshauptversammlung am 11.03.2022 im Schwarzwaldgasthaus Linde in Tennenbronn zusammengefasst werden. Obwohl die letzte Hauptversammlung erst gut ein halbes Jahr zurück lag, bekamen die rund 40 Mitglieder umfangreiche und informative Einblicke in das Vereinsleben des KSV.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Alexander Fichter gedachte die Versammlung, in einer Schweigeminute, dem im vergangenen Jahr verstorbenenn Mitglied Herr Walter Jäckle. Mit den Worten: „Stand Heute ist die Pandemie immer noch nicht vorbei, allerdings besteht Hoffnung auf Besserung. Wir müssen einfach abwarten was auf uns zukommt.

Das hält uns nicht davon ab, weiterhin sehr gute Arbeit zu leisten, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Das sind wesentliche Merkmale für einen gesunden Verein!“ startete Alexander Fichter in den Bericht des Vorstands

Pandemiebedingt wurden die Deutschen B-Jugendmeisterschaften erst im Herbst durchgeführt. Hier konnte sich Enes Vehapi sensationell bei seiner ersten DM Teilnahme die Silbermedaille erkämpfen. Gerade bei den Einzelmeisterschaften könnte in den kommenden Wochen wieder etwas Normalität in den Ringsport einkehren. Die Südbadischen und Deutschen Meisterschaften sind terminiert und der KSV will hier wieder mit mehreren Athleten nach den Medaillen greifen. Mit dem für die vorherige Saison ausgearbeiteten Hygienekonzept, konnte man gut gerüstet und erwartungsvoll in die Saison 2021 blicken.
Die beiden aktiven Mannschaften starteten wie gewohnt am ersten Septemberwochenende, die Schülermannschaft erst Anfang Oktober, da die ARGE SAB sich dem späteren Saisonstart des Württembergischen Ringerverband anschloss.

Wähnte man sich in der gesamten Vorbereitung ohne Infektionsfälle und mit hoher Impfquote für den Auftakt gewappnet, überschlugen sich die Ereignisse mit positiven Testungen in der Woche vor dem ersten Heimkampf. Aufgrund der unklaren Gesamtlage sah sich die Vorstandschaft gezwungen den Kampf abzusagen. Nach diesem holprigen Start fand die Erste Mannschaft mit ihrem guten Mix aus erfahrenen Leistungsträgern und jungen Talenten aber schnell wieder in die erhoffte Erfolgsspur. Dabei zeigte sich einmal mehr die hervorragende Fitness und die Technisch und taktische Finesse der top vorbereiteten Athleten zum Erfolgsgarant.

Die Zweite Mannschaft stellte sich mit wechselnder Besetzung als Aufsteiger der harten Konkurrenz in der Verbandsliga. Trotz einigen starken Auftritten verpasste man es den Lohn in Form von Punkten einzuholen, so dass man am Ende als Tabellenschlusslicht den Abstieg in die Landesliga verkraften musste. Leider verschärfte sich die Coronalage im November wieder. Dies führte dazu, dass sich der SBRV gezwungen sah alle laufenden Ligen abzubrechen. Nach einer Vereinsabfrage entschieden sich im Anschluss auch die Mehrheit der Regionalligavereine für den sofortigen Stopp. Dies sorgte beim KSV und den anderen willigen Vereinen für Unverständnis. Der Blick auf die Bundesliga zeigte, dass Mannschaftsringen weiter möglich war. Durch diesen Umstand konnte man wenigstens einige Bundesligakämpfe von David Brenn live in Freiburg verfolgen.

Auch die Jugendmannschaft konnte endlich nach einer langen wettkampffreien Zeit ihre Kräfte gegen die anderen Teams der Bezirksjugendliga messen. Hochmotiviert und mit einem starken Kader konnte man sich am ende den 3. Platz sichern. 

Die Jugendarbeit bleibt weiterhin das Herzstück des Vereins. Sehr erfreulich zeigt sich die hohe Teilnehmerzahl bei den Bambinis. Mit den neuen Angeboten will sich der KSV noch früher den Eltern, der potenziellen Ringern von Morgen, präsentieren. Die Grabbelgruppe und das Eltern–Kind-Turnen werden von zahlreichen Teilnehmern begeistert aufgenommen. Des Weiteren wird die Ringerhalle regelmäßig von den Gruppen des katholischen Kindergartens genutzt. Die fachkundigen und engagierten Schülertrainer im Team von Alexander Hils und Daniel Reiner hoffen neben den angekündigten Zugängen der großen Bambinis auch noch auf weitere Kinder in den Trainingseinheiten.

Das von Fabian Reiner geleitete Jugendtraining wird auch gerne von Ringerinnen und Ringern der umliegenden Vereine genutzt. In dem von Cheftrainer Matthias Brenn vorgetragenen Bericht der jugend- und aktiven Abteilung hebt er die enge Verknüpfung der beiden Bereiche hervor. Ein positives Ergebnis verzeichnete Werner Hilser im Bericht des 1. Kassiers. Guten Einnahmen aus dem Sponsoring und der Bewirtung der Heimkämpfe und der Konzertreihe Summersound-VS standen geringe Ausgaben an Start- und Fahrgeldern gegenüber.

Kassenprüfer Alfred Moosmann bescheinigte die einwandfreie Kassenführung und würdigte ebenfalls das sehr positive Ergebnis.

Die Entlastung der Vorstandschaft übernahm Ortschaftsrat Wolfgang Haberstock und sie wurde einstimmig erteilt. Er bedankte sich, dass trotz der schwierigen Voraussetzungen durch Corona, vom KSV und den örtlichen Vereinen mit sehr viel Herzblut gearbeitet wurde. Diese Arbeit wird auch in der Schramberger Stadtverwaltung und im Gemeinderat anerkennend aufgenommen.

Der Tätigkeitsbericht des Fördervereins informierte von der neuen Kooperation mit einer Eventagentur aus Teningen. Hier war der KSV bei der Konzertreihe Summersound VS und einer Comedy- Veranstaltung in Balingen zur Bewirtung im Einsatz. Das Team des KSV hinterließ dabei einen so positiven Eindruck, dass man bereits wieder für die im August 2022 terminierte Zweitauflage engagiert wurde.

Für 40 Jahre Treue zum KSV wurden Ralf Faißt, Hans-Dieter Kook, Joachim Moosmann, Ulrich Moosmann, Rudolf Müller und Roland Heinzelmann zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Gerhard Broghammer, Roland Brüstle, Frank Fichter, Daniel Fichter, Rosemarie Flaig, Jürgen Fleig, Wolfgang Hass, Eugen Hermann, Sonja Hils, Edgar Kieninger, Achim Kopp, Lars Nagel, Frank Oehl, Andreas Rapp, Uwe Schnaidt, Heinz Winter, Jürgen Aberle, Bernhard Fleig, Susanne Günter, Berthold Haas, Sigfried King, Thomas Laufer, Helmut Storz und Philipp Weisser

Die geehrten Jubilare von links: Vorstand Alexander Fichter, Jürgen Fleig, Frank Oehl, Lars Nagel, Roland Heinzelmann, Gerhard Broghammer, Daniel Fichter, Joachim Moosmann, Rosemarie Flaig, Ulrich Moosmann, Sonja Hils. Foto: Müller

Zu einem beeindruckenden Jubiläum wurde Matthias Brenn geehrt. Seit nun mehr exakt 20 Jahre ist unser „Matze“ als Aktiven Trainer für den KSV verantwortlich.

Er hat dabei alle Qualifikationsstufen der Trainerausbildung durchlaufen und ist zurecht stolzer Besitzer der A-Lizenz. Diese Qualität ist deutlich zu erkennen in der technischen und taktischen Weiterentwicklung unserer Sportler und dem erreichten Niveau. Dies schlägt sich in Form von Medaillen der Einzelsportler bei Deutschen Meisterschaften und internationalen Turnieren, wie auch in der langjährigen Zugehörigkeit der 1. Mannschaft zur Regionalliga Baden-Württemberg nieder. Zudem schafft er es jedes Jahr aufs Neue unsere Sportler, durch eine top Vorbereitungsphase, mit fantastischer Fitness auszustatten und mental stabil in die Saison zu gehen. Das ist ein Markenzeichen, welches bei den eigenen Fans sehr geschätzt und den Gegnern zurecht gefürchtet wird! Mit einer Bilderkollage der vergangenen Jahre bedankte sich Alexander Fichter im Namen des KSV.

Mit einem symbolischen Kochlöffel wurde Sigrid Reiner für ihre langjährige Tätigkeit, zuletzt als Chefin, aus dem Festausschuss verabschiedet. Mit ihrer guten Organisation und zuverlässiger Planung war das hohe Niveau der Verpflegung bei den Heimkämpfen, Deutschen Meisterschaften und sonstigen Veranstaltungen über Jahre garantiert.

Eine echte Institution endet nach 40 Jahren Amtszeit, die nur sechs Jahre durch die Tätigkeit als 1.Vorstand unterbrochen wurde. Alfred Moosmann scheidet als Pressewart aus. Um seine fachkundige Berichterstattung wurden wir Jahrzehntelang in der Region beneidet. Er war immer eine verlässliche Größe, nicht durch die rosarote Vereinsbrille zu schauen, sondern fachlich und sachlich korrekt zu berichten. Dies war sicher nicht immer einfach, nach einem hitzigen Heimkampf oder Derby, gerade wenn es knappe und strittige Entscheidungen gab.

Bei den anstehenden Neuwahlen standen für alle Positionen die bisherigen Amtsinhaber als Kandidaten bereit. Jürgen Götz (2. Vorstand), Hans-Ulrich Leusmann (2. Geschäftsführer), Frank Silberhorn (2. Kassier), Matteo Lehmann, Mathias Pfaff und Jürgen Silberhorn (Beisitzer), Petra Schwientek und Tanja Freckmann (Festausschuss) wurden einstimmig von der Versammlung wiedergewählt. 

Die geehrten und neu gewählten von links: Alfred Moosmann (40 Jahre Pressewart), Matthias Brenn (20 Jahre Trainer Aktive), Frank Silberhorn (2. Kassier), Jürgen Silberhorn (Beisitzer), Petra Schwientek (Festausschuss), Jürgen Götz (2. Vorstand). Foto: Müller

Zum Abschluss informierte die Vorstandschaft über die anstehenden Themen des nächsten Jahres: es wird unter anderem eine neue Schließanlage für die Ringerhalle angestrebt, damit die Halle unabhängig der offiziellen Trainingszeiten genutzt werden kann. Berthold Stockburger referierte noch kurz über die geplanten Tätigkeiten des Fördervereins Neue Festhalle und warb in der Versammlung für Mitglieder.